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Willkommen bei Telespazio VEGA Deutschland

Telespazio VEGA Deutschland ist ein etabliertes Consulting-, Technologie- sowie Engineering Services Unternehmen. In den letzten 30 Jahren haben wir uns einen erstklassigen Ruf im Hochtechnologiesegment erarbeitet, in dem Qualität und Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind. Unsere Wurzeln liegen im Bereich der Raumfahrt und die dort gesammelten Erfahrungen bringen uns Vorteile in unseren anderen Kernmärkten Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Telespazio VEGA Deutschland GmbH ist aus der Verschmelzung der Telespazio Deutschland GmbH mit der VEGA Space GmbH Anfang September 2012 entstanden. Dieser Zusammenschluss sollte vor allem dazu dienen, den Anforderungen der Märkte besser zu entsprechen und unseren Kunden weltweit mehr integrierte Serviceleistungen anbieten zu können.
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      | Januar 2017 |
      In Sachen Weltraumsimulation hat die Zukunft bereits begonnen

      ​Der Mensch hat normalerweise ein gutes Gespür dafür, wenn etwas zu Ende geht. Viel schwieriger ist es hingegen für ihn, zu erkennen, wenn etwas Neues beginnt. Das Jahr 2017 wird richtungsweisend sein, was die Entwicklung von Simulatoren für die Kontrolle von Raumfahrzeugen angeht.

      Die Studie „Die nächste Generation von Simulatorinfrastruktur – SIMULUS-NG“ wird den Grundstein für die Entwicklung der zukünftigen Betriebssimulatoren legen. Telespazio VEGA Deutschland führt hierzu ein aus mehreren europäischen Firmen bestehendes Konsortium an. Das Konsortium erwartet die Fertigstellung der ersten Prototypen dieser Infrastruktur bis Mitte 2018.

      Die Ergebnisse dieser Studie werden den Bedarf der zukünftigen operationellen und nicht operationellen Simulatoren widerspiegeln, die vor allem am Europäischen Weltraumkontrollzentrum (ESOC/ESA) in Darmstadt Verwendung finden.

      Simulatoren heute

      Heutzutage werden für die Raumfahrt genutzte Simulatoren individuell für jede einzelne Mission entwickelt. Typischerweise steht einer Mission eine feste Anzahl an Bodenstationen exklusiv für die Kommunikation zur Verfügung. Ausnahmen hierzu bilden nur Zwillingsmissionen und Satellitenkonstellationen, die sich Simulatoren und Bodenstationen teilen. Auch, wenn den Entwicklern von Simulatoren bereits heute ein Framework zur Verfügung steht, das die zu verwendenden Standards vorgibt, wird damit gerechnet, dass der Bedarf sich in Zukunft verändern und vielschichtiger werden wird.

      In Zukunft wird es komplexer

      Die Zukunft könnte so aussehen, dass verschiedene Weltraummissionen synchronisiert werden müssen,  um der immer anspruchsvoller werdenden Weltraumforschung und -robotik gerecht zu werden. Hiervon könnten verschiedene Elemente betroffen sein, wie ihre Kontrollsysteme, die angewandten Kommunikationsstandards (Funk und Laser), aber eben auch die Art und Weise, in der sie betrieben werden. Derart komplexe Szenarien bedürfen entsprechenden Simulationen und Schulungen. Leiter von Simulationen müssen womöglich mehrere Simulatoren gleichzeitig zum Training einsetzen, um die Betriebssituation realistisch darzustellen, beispielsweise (sie Illustration) um die Kommunikation zwischen einem Orionmodul, seiner Umgebung, einem Mondlandemodul und einem Mondrover nachzustellen.

      Beispielhafte Darstellung von Funksignalen, wie sie in einer zukünftigen komplexen Simulation berücksichtigt werden müssen.
      Diese und weitere Anforderungen werden von „SIMULUS Next Generation“ erarbeitet. Die Verwendung besserer Standards und Modelle für alle zukünftigen operationellen und nicht operationellen Simulatoren wird der europäischen Weltraumindustrie helfen, Simulatoren schneller und kosteneffektiver zu entwickeln. Schlussendlich könnten auch kleinere Missionen, wie zum Beispiel CubeSats, von „SIMULUS Next Generation“ profitieren. In wenigen Jahren wird man sich dann vielleicht auf den Beginn des Jahres 2017 zurückbesinnen, als alles seinen Anfang nahm.

      Simulationen aus dem Hause Telespazio VEGA

      Telespazio VEGA spielt seit über 20 Jahren eine führende Rolle in der Entwicklung von Satellitensimulationssystemen. Simulatoren zum Beispiel für Rosetta, Mars Express, Venus Express, CryoSat/CryoSat2, RADARSAT-2, MSG, SWARM, Lisa Pathfinder, BepiColombo und in jüngster Vergangenheit auch für ExoMars zählen zu den wichtigsten Erfolgsgeschichten. Simulatoren dienen der Schulung von Teams, die mit dem Betrieb von Raumfahrzeugen betraut sind, sie unterstützen die Validierung von Bodensegmentsystemen und die Erstellung von Prozeduren für die Flugdynamik. Für den Erfolg von Weltraummissionen sind sie ein wesentlicher Bestandteil.


      Weiterführende Links (Englisch)

      SIMULUS Website

      Simulation bei Telespazio VEGA Deutschland

      Training bei Telespazio VEGA Deutschland

      ESOC in Darmstadt

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      | Dezember 2016 |
      Galileo: Vertrag für spaceopal über Management des Betriebs des Satellitennavigationsprogramms

      ​- Diese Pressemittelung steht nur in Englischer Sprache zur Verfügung -  

      Spaceopal, equal joint venture between Telespazio and DLR-GfR, won the GSOp (Galileo System Operator) tender, issued by the GSA (European GNSS Agency) for managing the operations of the European Galileo satellite positioning and navigation programme.

      In the presence of the European Commissioner for the Internal Market, Industry, Entrepreneurship and SMEs, Elżbieta Bieńkowska, the contract was signed today in Brussels, at the headquarters of the European Commission, by Carlo des Dorides, Executive Director of the GSA, by Giuseppe Lenzo and Simon Plum, respectively CEO and COO of Spaceopal.

      The contract will run for ten years, with a value of up to EUR 1.5 billion.

      Spaceopal will assume responsibility for managing the Galileo satellite system and its performance: in particular, the operations and control of the system, its security, logistics and maintenance of the systems and infrastructure, the user support services.

      The GSOp contract extends the scope of activities that Spaceopal has carried out for the Galileo programme since 2010, and includes the overall responsibility for the system's operations and its global maintenance.

      The company will carry out these activities through the two Galileo Control Centres in Fucino (atTelespazio's "Piero Fanti" Space Centre in the L'Aquila province) and Oberpfaffenhofen (at the DLR site near Munich), as well as the GNSS Service Centre (Madrid) and a network of sites and stations distributed around the globe and connected by the Galileo Data Distribution network.

      Spaceopal leads an industrial team that includes the participation of Telespazio and DLR-GfR, Vitrociset Belgium, SES Techcom, T-Systems, INECO, CNES, INRIM and TASF, ESOC.

      Giuseppe Lenzo, CEO of Spaceopal, said: “Spaceopal is honoured and proud to have been selected by the European GNSS Agency as the Galileo System Operator for the next decade. Together with our partners of DLR and Telespazio, and the members of our core team, we have submitted a very reliable and highly competitive proposal, gathering many of the best available competence and capabilities across Europe. It is a privilege to be in the position to continue to support the deployment of the first European Space infrastructure, Galileo, and to contribute to the development of Galileo Services for European and international users“.

      In addition to the planned activities in the Operations field, Spaceopal will provide a fundamental contribution to the development of the Galileo services through a GNSS Competence Cluster, which leverages the experience of its shareholders Telespazio and DLR-GfR and the other GSOp industrial partners, and through an international ecosystem of entities heavily engaged in application development, made up of institutes, Research Agencies, leading companies and SMEs (Agenzia Spaziale Italiana, Austro Control, BavAIRia, Catapult, Cesah, Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), ERF, Fraunhofer IIS, Globant, Hexagon, Hexagon Geospatial, IABG, IBM, IFEN, IFSTTAR, Indra, ITS Hessen, KSAT, NSL, Qascom, Scisys, Septentrio, Sogei, SUR, Thales Avionics).


      Further Links

      Leonardo press release on spaceopal award

      spaceopal press release

      GSA press release

       

      About Galileo and Satellite Navigation

      “Shooting” with lasers at satellites

      Where is Galileo? We know who knows!

      ESA:  Navigation Facility - Galileo

      DLR: Galileo Control Centre Oberpfaffenhofen

      Telespazio: The Group's involvement - spaceopal - Galileo Control Centre Fucino

      GSSF Website


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      | November 2016 |
      Laser an – Satellit: Getroffen!

      Sich in das neue Café in Ihrem Ort navigieren zu lassen, erscheint heute eine recht simple Angelegenheit. Einfach eine App öffnen, die Sie ortet und leitet. Dieser Dienst ist nicht nur für Privatnutzer praktisch, sondern auch für einzelne Unternehmen oder ganze Branchen, wie zum Beispiel die Luftfahrt, die Landwirtschaft und natürlich den Straßenverkehr.

      In unserem letzten Artikel zum Thema Navigation haben wir Einblicke gegeben, wie die Position eines Navigationssatelliten bestimmt wird – ein zwingender Schritt, der getan werden muss, bevor man die eigene Position auf der Erde bestimmen kann. Und ein ziemlich spannender noch dazu!

      Laserstrahlen!

      Laser spielen eine wichtige Rolle, um die Position eines Satelliten zu überprüfen. Im Gespräch mit einem unserer Mitarbeiter, Henno Boomkamp, wollten wir herausfinden, wie dies im Detail funktioniert. Henno arbeitet bei Telespazio VEGA Deutschland als Experte für Satellitennavigation. Ein Teil seines Jobs beinhaltet die Erstellung von präzisen Berechnungen, um die Positionen von Satelliten vorherzusagen.

      Henno, welche Daten kann man nutzen, um einen ersten Anhaltspunkt zu erhalten, wo sich ein Satellit befindet, zum Beispiel ein gerade ins All gestarteter Satellit?

      Henno: “Dazu nutzt man verschiedene Quellen. Im Fall eines Satelliten, der gerade gestartet wurde, kennen wir zum Beispiel die Details zu seinem Start und auch seine ungefähre Umlaufbahn nachdem er sich von der Rakete getrennt hat. Danach erhalten wir in der Regel die ersten Daten über Funkwellen, auf einer hohen Frequenz über S-Band. Durch die Messungen des Doppler-Effekts können wir eine erste Berechnung, wo sich der Satellit befindet, bereits verbessern. Damit wissen wir bereits auf 20-50 Meter genau, wo er vermutlich ist.“

      04-Navigation-Facility-Vorauswahl-13x19cm-JMai_6968.jpgTelespazio VEGA- Mitarbeiter sind Spezialisten, wenn es um präzise Bahnbestimmungen von Satelliten geht. - Foto Telespazio VEGA Deutschland / J. Mai

      Ist das bereits genau genug?

      Henno: “Für einige Satelliten vielleicht, aber sicher nicht für die meisten Erdbeobachtungs- oder Navigationssatelliten. Für eine präzise Bestimmung einer Umlaufbahn werden speziell dafür vorgesehene Messverfahren angewendet, die heutzutage vor allem für Globale Satellitennavigationssysteme (GNSS) verwendet werden, wie Galileo, GPS oder GLONASS. GNSS-Daten nutzt man, um die Umlaufbahnen von Satelliten zu berechnen, die sich auf niedrigen Umlaufbahnen um die Erde befinden, aber auch für die Berechnung der Umlaufbahnen der GNSS-Satelliten selbst."

      Und wie könnt ihr feststellen, dass der Satellit wirklich dort ist und die Berechnung stimmt?

      Henno: “Tja, das ist der Moment, wo wir über Laser sprechen müssen! In der Regel sendet man dazu eine Umlaufbahnvorhersage an den International Laser Ranging Service, ILRS, der den Satelliten dann mittels Laser aufspüren kann. Stark vereinfacht heißt das: der ILRS sendet Laserpulse in die Richtung, in der wir den Satelliten zu einem bestimmten Zeitpunkt vermuten. Wenn der Puls zurückkommt, berechnen wir, wie viel Zeit er gebraucht hat, um von der Erde zum Satelliten und zurück zu reflektieren. Da wir die Lichtgeschwindigkeit kennen, können wir die Entfernung des Satelliten bestimmen und haben so eine unabhängige Messung seiner Umlaufbahn. Wir müssen dazu sehr präzise Vorhersagen machen, denn der Satellit bewegt sich ja ständig. Gleichzeitig bewegt sich die Erde und der Satellit ist mehrere Tausend Kilometer entfernt und nicht sonderlich groß. Man muss schon sehr genau zielen

      Wettzell Laser Ranging System (WLRS), ein System zur Messung der Entfernung von künstlichen Erdsatelliten und des Mondes am geodätischen Observatorium Wettzell, Bayern.

       

      Aber bedeutet dies nicht, dass der Satellit dann einen Spiegel an Bord haben muss? Wie sonst würde der Laserpuls reflektiert werden?

      Henno: “Das stimmt. Viele Satelliten sind mit Spiegeln an der Außenhülle ausgestattet, so genannte Laser Retro Reflectors (LRR). Sie haben den Vorteil, dass sie eine Welle, in diesem Fall Laser-Licht, in die Richtung zurück spiegeln, aus der das Licht gekommen ist, und das mit sehr kleinem Streuverlust. Ein gutes Beispiel sind hier die LAGEOS-Satelliten: Sie sehen aus wie Golfbälle und ihre Nutzlast besteht nur aus LLRs. Sie sind ein perfektes passives Messsystem, um beispielsweise das Schwerefeld der Erde zu messen. Diese Daten nutzen wir unter anderem auch, um unsere Modelle der Erde zu verbessern, was wiederum die berechneten Vorhersagen von Satellitenumlaufbahnen verbessert.”


      Funktionsweise eines Retroreflektors.
      ​Bild eines LAGEOS-Satelliten, Copyright NASA

      Sind denn LRRs eine Besonderheit, die nur für Navigationssatelliten eingesetzt wird?

      Henno: “Nicht unbedingt. Die LRRs ermöglichen uns sehr genaue Umlaufbahnbestimmungen von Satelliten durch Lasermessungen. Diese sind als unabhängige Quelle wichtig, um die Umlaufbahnvorhersagen zu validieren, so auch für GNSS. Sie werden aber auch für Erdbeobachtungssatelliten genutzt."

      Was geschieht, wenn man die Lasermessungen vom ILRS zurückbekommt?

      Henno: “Vor allem: Weiter machen! Es ist wichtig über die gesamte Missionslaufzeit hinweg Umlaufbahnen genau zu bestimmen und nicht nur einmal nach dem Satellitenstart. Die Umlaufbahn eines Satelliten verändert sich ständig, mindestens ein paar hundert Meter am Tag, weil Störungen auftreten. Das können die Schwerkraft der Sonne sein, des Mondes oder der Planeten; dann gibt es Effekte des asymmetrischen Schwerefelds der Erde oder auch ganz einfach Ebbe und Flut. Laserdaten sind eine wichtige und unabhängige Methode, um die Präzision von Berechnungen zu prüfen."

      Und wie häufig sollte man die Umlaufbahn eines Satelliten nun prüfen?

      Henno: “Das ist im Prinzip ein nie endender Kreislauf: GNSS-Prüfdaten werden kontinuierlich gesammelt und gespeichert. Man muss regelmäßig, etwa einmal am Tag, ein solches Datenset prüfen. Die neusten Daten fließen dann in die Berechnung ein, um die Umlaufbahn für einen bestimmten Zeitraum zu berechnen. Man kann diese Daten auch dazu verwenden, um eine Vorhersage für die nächsten Stunden oder Tage zu treffen. Und diese benötigt zum Beispiel der ILRS um die Laser auf die Satelliten auszurichten.”

      Wie viele Lasermessungen sind denn verfügbar?

      Henno: “Es gibt etwa 50 Lasermessstationen weltweit. Sie können Umlaufbahnen bis zu 1000 km Höhe messen, aber nur 20 von ihnen können die höher fliegenden GNSS-Satelliten aufspüren. Einige wenige können sogar Laserreflektoren auf dem Mond genau treffen – diese wurden von den Apollo-Astronauten damals zurückgelassen. Die besten Stationen schaffen es, zwei oder drei Überflüge eines GNSS-Satelliten am Tag zu messen. Es gibt etwa 35 GNSS-Satelliten mit LRRs. Jeder dieser Satelliten überfliegt den Empfangsbereich eines der Laserterminals mehrmals am Tag. Man könnte also sagen, es ist möglich jede dieser Umlaufbahnen mehrmals am Tag überprüfen.“


      Weiterführende Links zum Thema Satellitennavigation

      Wo ist Galileo? Wir wissen, wer es weiß!

      ESA:  Navigation Facility - Galileo

      DLR: Galileo-Kontrollzentrum Oberpfaffenhofen

      Telespazio: Die Telespazio-Gruppe und Galileo - spaceopal - Galileo-Kontrollzentrum Fucino

      ILRS Website

      GSSF Website

 

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