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Willkommen bei Telespazio VEGA Deutschland

Telespazio VEGA Deutschland ist ein etabliertes Consulting-, Technologie- sowie Engineering Services Unternehmen. In den letzten 30 Jahren haben wir uns einen erstklassigen Ruf im Hochtechnologiesegment erarbeitet, in dem Qualität und Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind. Unsere Wurzeln liegen im Bereich der Raumfahrt und die dort gesammelten Erfahrungen bringen uns Vorteile in unseren anderen Kernmärkten Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Telespazio VEGA Deutschland GmbH ist aus der Verschmelzung der Telespazio Deutschland GmbH mit der VEGA Space GmbH Anfang September 2012 entstanden. Dieser Zusammenschluss sollte vor allem dazu dienen, den Anforderungen der Märkte besser zu entsprechen und unseren Kunden weltweit mehr integrierte Serviceleistungen anbieten zu können.
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      | Mai 2016 |
      Wo ist Galileo? Wir wissen, wer es weiß!

      Am 24. Mai 2016 um 10:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit werden zwei weitere Galileo-Satelliten von Europas Weltraumbahnhof in Französisch Guyana ins All starten. Sie werden Teil der bereits bestehenden Satelliten-Konstellation aus 12 Satelliten, die unsere Erde umkreisen.

      Navigation ist für Behörden, private Nutzer und Unternehmen auf unserem Planeten enorm wichtig geworden. Präzise Positionsbestimmung ist nicht nur für den Transportsektor, die Landwirtschaft, sondern auch für den Hobbyjogger auf seinem sonntäglichen Lauf äußerst nützlich. Doch bevor wir uns auf der Erde orten können, müssen wir eine Frage beantworten: Wo sind denn die Satelliten eigentlich?

      Navigation für die Navigation

      Daher haben wir uns mit zwei unserer Telespazio VEGA-Kollegen im Navigation Support Office am Europäischen Satellitenkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt unterhalten, die uns diese Frage beantworten konnten. Telespazio VEGA ist eines von mehreren Unternehmen, das im Navigation Support Office mitarbeitet.

      Wir freuen uns bereits auf die Zeit nach dem Start,“ erklärt uns Gwendolyn Läufer, Navigation Engineer im ESOC Navigation Support Office. „Unsere Arbeit beginnt erst in der Kommissionierungsphase, also dann wenn der Satellit beginnt, Signale zu übertragen. Das passiert einige Wochen nach dem Start. Die Nutzer warten natürlich gespannt darauf, wie sich das Navigationssignal verändert und verbessert, sobald zwei weitere Satelliten zu der vorhandenen Satellitenkonstellation hinzustoßen. Und wir möchten sie natürlich als allererste mit einer zentimetergenauen Umlaufbahnbestimmung der Satelliten beeindrucken; diese Vorhersagen sind notwendig, um spannende und präzise Anwendungen aus Navigationssignalen zu ziehen.“

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      Bestimmen demnächst die genaue Position der neusten Galileo Satelliten: Unsere Kollegen in der Navigation Facility sind ganz vorne mit dabei. - Foto: Jürgen Mai.

      Diese präzisen Umlaufbahnbestimmungen sind möglich, weil Navigationssatelliten ein ganz besonderes Merkmal aufweisen: Sie übertragen permanent Signale, die speziell für die Positionsbestimmung entwickelt wurden. Das Signal kann von Galileo-Empfängern auf der ganzen Welt empfangen werden. Im Gegenzug liefern diese Empfänger einen permanenten Fluss an genauen Positionsinformationen, welche dazu verwendet werden, die präzisen Galileo-Umlaufbahnen zu messen und vorherzusagen. 

      Zum Vergleich: Die Umlaufbahnen der vielen anderen Satelliten, zum Beispiel wenn sie zu anderen Planeten reisen, können nur mithilfe ihrer eigenen Instrumente an Bord bestimmt werden und von Informationen, die man aus dem Kontakt mit dem Satelliten erhält; also während der Uplink- und Downlink-Verbindungen mit dem Boden.

      Darauf kann man stolz sein

      “Das Navigation Support Office war das erste Analysezentrum, welches die Umlaufbahnen der neu gestarteten Galileo-Satelliten präzise bestimmen konnte”, fügt Adam Vigneron hinzu, Software Engineer und auch Telespazio VEGA-Kollege. „Darauf kann man ziemlich stolz sein! Stellen Sie sich das so vor: Wir berechnen eine Schätzung der Position des Satelliten mit einer Genauigkeit von 5 Zentimetern und das, während der Satellit sich in 23.222 km von der Erde entfernt zusätzlich auch noch bewegt. Das ist vergleichbar mit der Vorhersage, wo sich ein menschliches Haar irgendwo in Wiesbaden gerade befindet, während wir auf der Darmstädter Mathildenhöhe stehen!“

      Gwen und Adam haben jedenfalls bereits bestätigt, dass sie den Galileo-Start am 24. Mai verfolgen werden. So bekommen sie einen ersten Einblick in die nächsten Herausforderungen. Wir wünschen dem Navigationsteam eine erfolgreiche erste Umlaufbahnbestimmung!

      Telespazio VEGA und Galileo

      Telespazio VEGA ist in vielerlei Hinsicht an Galileo beteiligt. Über das gesamte Unternehmen verteilt arbeiten etwa 35 Personen an diesem Programm, darunter - wie beschrieben - in der Navigation Facility.

      Im Bereich „Software Solutions“ hat Telespazio VEGA zahlreiche Bodensysteme für Galileo entwickelt oder ist aktuell an der Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Systeme beteiligt. Dazu gehören

      • der Konstellationssimulator (CSIM), welcher die gesamte Galileo-Satellitenkonstellation simuliert. Außerdem wird das Flight Control Team durch das Unternehmen darauf aufbauend trainiert. 
      • der Hardware-in-the-loop-simulator, den wir als Hauptauftragnehmer entwickelt haben.
      • Die Entwicklung der Assembly, Integration & Validation Platform (AIVP) für das Bodenmissionssegment.
      • Das Testen und Validieren der ersten vier Galileo-Satelliten während der In-Orbit-Validation-Phase (IOV)
      • Die Entwicklung der Galileo System Simulation Facility (GSSF): ein System, welches die Funktion und die Leistung des Galileo-Satellitennavigationssystems begutachtet und auswertet.
      • Die Validierung des Missionssegments am Standort von Thales Alenia Space in Ditzingen.

      Bereits vor dem Start haben unsere Kollegen im ICT-Team am ESOC in Darmstadt sichergestellt, dass die Netzwerke und IKT-Systeme optimal laufen. Ganz besonders während des Starts und der ersten Umläufe um die Erde (LEOP) müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden. Damit kann der Satellit „beruhigt“ starten!

      Wir sind auch stolz darauf, dass viele unserer Kollegen am Betrieb dieser ersten Phase und dem darauffolgenden Routinebetrieb beteiligt sein werden.

      • Am Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen besteht das permanente Flight Control Team zu einem großen Teil aus Telespazio VEGA-Mitarbeitern. Über Spaceopal stellt unser Unternehmen auch den Missionsdirektor für die LEOP.
      • Und da die LEOP auch vom ESOC in Darmstadt aus begleitet wird, ist es keine Überraschung, dass das Flight Control Team auch hier zum Teil durch unsere Kollegen unterstützt wird, zum Beispiel durch Spacecraft Operations Engineers für Datenverarbeitung, Lage- und Bahnsteuerung oder Energie- und Wärmeversorgung der Satelliten.
      • Gleichzeitig wird das Telespazio VEGA GIMUS-Team (Ground Infrastructure Maintenance and User Support/ Instandhaltung der Bodeninfrastruktur und Anwendersupport) während der LEOP verstärkt zur Verfügung stehen, um die Softwaresysteme der Bodenstationen optimal zu betreuen.

      Wer den Start live miterleben möchte, kann dies über den Web Stream auf www.esa.int tun.

      Über Galileo

      Galileo ist Europas globales Satellitennavigationssystem in ziviler Hand. Es stellt hochgenaue und garantierte globale Positionsbestimmungen zur Verfügung. 

      Weiterführende Links

      ESA:  Navigation Facility - Galileo

      DLR: Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen

      Telespazio: Die Telespazio-Gruppe und Galileo - spaceopal - Galileo-Kontrollzentrum in Fucino

      GSSF Website

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      | April 2016 |
      Wie Sentinel-1B uns beschäftigt hält

      Menschen auf der ganzen Welt am 22. April 2016 um 23:02 zentraleuropäischer Zeit gespannt auf den europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Guyana, blicken: von hier aus wird der nächsten Start eines Satelliten der Sentinel-Serie stattfinden. Und während für einige Teams die Arbeit hier erst beginnt, wird es für andere der Höhepunkt ihrer Aktivitäten sein und für noch andere wird sich der Tagesablauf genau jetzt verändern.

      Nimmt man zum Beispiel nur einmal die Teams von Telespazio VEGA Deutschland, so haben viele Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen zur ESA-Mission von Sentinel-1 beigetragen und dies sowohl für die A- als auch für die B-Version des Satelliten: zum Beispiel mit Systemen für das Bodensegment, Systems Engineering oder Dienstleistungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie.

      In den vergangenen Monaten war ein Team von Telespazio VEGA damit betraut, die benötigte ICT-Infrastruktur von Sentinel-1B im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESA/ESOC) in Darmstadt vorzubereiten; unter anderem für den Start des Satelliten und natürlich auch für die darauf folgende LEO-Phase (Launch and Early Orbit). Nach deren Abschluss wird das Team wieder zu seiner „Alltagsaufgabe“ übergehen: Einen reibungslosen Routinebetrieb sicherstellen.

      Für das Telespazio VEGA-Team, welches an einem Kernstück des Bodensegments gearbeitet hat, hat der Start jedoch eine ganz andere Bedeutung: Dieses Team hat im Auftrag der ESA bereits viel früher an der Entwicklung des Sentinel-1 Payload Data Ground Segments mitgewirkt; die zwei wichtigsten Teilsysteme, die  PDGS-Überwachung und-Berichterstattung (PMR) und die PDGS-Ressourcenkontrolle, -Überwachung, -Alarm und Kontrolle (RMA) – werden bereits bei sieben Sentinel-1-Stationen eingesetzt und sind seit dem Start von Sentinel-1A am 3. April 2014 auch in Betrieb. ESA's Sentinel-Satelliten, der jetzt seinem baugleichen Zwillingsbruder in die Umlaufbahn folgen wird, erwarten also zur Erfüllung seiner Aufgabe bereits getestete und funktionierende Systeme und gut eingespielte Serviceteams.

      Diejenigen, für die der Launch wohl am aufregendsten sein wird, sind die Teams, die bei der ESOC arbeiten. Einige davon sind ebenfalls Telespazio VEGA-Mitarbeiter und sind für die für den Flugbetrieb oder den Bodenbetrieb zuständig - unter der Gesamtleitung eines ESA-"Flugdirektors". Erst nach dem Start werden sie zum ersten Mal Kontakt mit dem Satelliten haben. Für diesen „Moment“ und den anschließenden Satellitenbetrieb wurden sie von ausgebildeten, so genannten Simulation Officers, ausgebildet; darunter auch von einem Telespazio VEGA-Kollegen. Natürlich hoffen wir, dass die Simulationen realistisch genug waren, um den Übergang zum echten Betrieb so reibungslos wie möglich zu gestalten – und dass in diesem Fall der Wechsel zum „neuen“ Tagesablauf nicht ganz so spürbar sein wird.

      Über Sentinel-1B und Copernicus

      Die Sentinels, eine neue Flotte von ESA-Satelliten, liefern eine Fülle an Daten, die zentrales Element von Europa's Copernicus-Programms sind. Der erste seiner Reihe, Sentinel-1, hat ein fortschrittliches Radarinstrument an Bord und liefert damit tagein-tagaus bei jedem Wetter Bilder der Erdoberfläche.

      Thumbnail: Sentinel-1B auf dem Weg in seine Umlaufbahn (ESA / ATG medialab) 


       Weiterführende Links

      Telespazios Rolle im Copernicus-Programm und in Sentinel-1B

      Copernicus-Programm Website

      ESA und Copernicus und speziell Sentinel-1B - ESA Satellitenbetrieb in Darmstadt

      EUMETSAT und Copernicus

      Telespazio VEGA Deutschland und Sentinel-3: PDGS - Satellitenbetrieb

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      | April 2016 |
      Agriloc User Workshop zu Gast bei Telespazio VEGA

      Wer schon einmal in einem Traktor gesessen hat, bekommt schnell den Eindruck, dass es sich hierbei um ein fahrendes High-Tech-Kontrollzentrum handelt. Vorbei sind die Zeiten der ländlichen Offline-Romantik. Heute sind landwirtschaftliche Maschinen nicht nur voll digital und automatisiert; sie sind auf eine permanente Verbindung zum Internet angewiesen, selbst dann, wenn 30 Schulkinder im vorbeifahrenden Bus gerade ihr Smartphone zücken und das Mobilfunknetz für sich beanspruchen. 

      Diese Lücke versucht das Projekt agriloc zu schließen, welches letzte Woche zum ersten Mal in den Räumlichkeiten von Telespazio VEGA Deutschland zu Gast war. Im bereits dritten User Workshop wurden die Anforderungen der Großlandwirte, Endnutzer und Experten besprochen, die auf permanente Anbindung zum Internet angewiesen sind, zum Beispiel zur zentimetergenauen Positionsbestimmung und automatischen Steuerung des Traktors.

      Der Traktor geht online: Über Satellit

      Mit dabei waren auch diejenigen Unternehmen, die die neue Technologie entwickeln und Feedback von Endnutzern und Anwendern dringend brauchen. So entwickelt Telespazio VEGA zum Beispiel ein Satellitenmodem, das einfach im Traktor eingebunden werden kann. Bei schlechter GSM- oder LTE-Verbindung springt dieses Modem automatisch an und übernimmt die Datenübertragung über Satellit. Bei Testkampagnen kann der Fahrer mit einer App prüfen, über welchen Verbindungsweg gerade Daten übertragen werden. Die nötige Uplink- und Downlink-Bandbreite kommt dabei auch aus dem Hause Telespazio. Workshop photo.png
      Die Teilnehmer des agriloc-User-Workshops: Nutzer von und Experten für Satellitentechnologie, landwirtschaftliche Maschinen und Testing.
       

      Osman Kalden leitet diese Entwicklung bei Telespazio VEGA und war sehr zufrieden mit dem Feedback aus dem Workshop. „Es ist sehr wichtig Endnutzer hier zu haben und direktes Feedback zu erhalten. Ganz einfache Fragen entscheiden nämlich darüber, ob das System irgendwann genutzt wird. Zum Bespiel, ob die Anschlüsse des Modems in den Traktor passen, wie leicht es zu handhaben ist, ob die Bandbreite so ausreicht, wie ausfallsicher es sein muss oder welche Leistung die Landwirte erwarten. Das sind alles Fragen, die uns die Experten aus ihrer Praxiserfahrung beantworten können.“

      Genau getestet – genau gesteuert

      Mit permanenter Anbindung zum Internet und mit genauen Positionsdaten kann auch John Deere, internationaler Hersteller von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, seine Produkte verbessern: Genauere Positionsdaten bedeuten auch, dass die automatische Steuerung weiterentwickelt werden muss. Und dann ist da natürlich die Frage an den Endnutzer: Wie genau kann und wie genau muss die Steuerung sein? Auf großen landwirtschaftlichen Flächen zählt am Ende jeder Zentimeter und jedes Grad Abweichung.

      Ob dieses Zusammenspiel am Ende auch funktioniert, klärt die DLG, deren Vertreter den Workshop aufmerksam mitverfolgten. Denn nur, wenn eine neue Technologie auch erfolgreich getestet und zertifiziert wurde, kann sie nach Abschluss der Demo-Phase im März 2018 an  den Markt gehen und vielen Endnutzern zugutekommen.

      „Es wird noch viele weitere User Workshops geben, bevor wir ein Produkt haben, das in Serie gehen kann,“ so Osman Kalden weiter. „Bis dahin müssen wir weiter entwickeln, testen und uns immer wieder rückversichern, dass wir den Kunden, also den Landwirten, das Produkt geben, das sie brauchen.“

      Als Abschluss des Workshops durften die Teilnehmer jedoch zunächst ihr Fachgebiet verlassen um an einer Führung durch das nahegelegene Raumfahrtkontrollzentrum ESOC teilnehmen. Auch hier kennt man sich mit präziser Navigation aus: Auf der Erde und natürlich auch auf Reisen zu entfernten Kometen.

      Thumbnail: John Deere

      Weiterführende Links

      Agriloc Website

      Agriloc auf der ESA ARTES 20 Website

      John Deere Website

      DLG Website

      Internet über Satellit - Das Angebot in Deutschland

      Networks & Connectivity bei Telespazio

 

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