Ich wurde in Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens geboren. Im Jahr 2008 beendete ich mein Studium der Geodäsie und Geoinformatik, mit Spezialisierung auf die Anwendung der Geodäsie auf den Bereich der Luft- und Raumfahrt, in Stuttgart. Seit dem Frühjahr 2009 bin ich bei Telespazio VEGA eingestellt. Ich habe hier schon in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, aber seit einigen Jahren konzentriere ich mich auf die Entwicklung von Betriebssimulatoren und von Software-Validierungseinrichtungen. Ich habe an Projekten für die Missionen von z.B. Lisa Pathfinder, Rosetta, Bepi Colombo, MASCOT, Galileo, etc. mitgearbeitet. In der Zwischenzeit wurde ich zum Senior Software Engineer bei Telespazio VEGA befördert. Derzeit bin ich mit einer Entwicklungsstudie für die SVF für ESTEC ebenso wie mit der Instandhaltung des MASCOT SDVF betraut.

Was ist die Geschichte hinter deiner Anstellung bei Telespazio VEGA (Welche Entscheidungen, Interessen oder Ereignisse brachten dich in deine heutige Position)?

Schon während meines Studiums habe ich versucht, mir einen Weg in die Raumfahrtindustrie zu bahnen, indem ich entsprechende Studienfächer belegt habe. Das war auch der Grund, warum ich mich im Jahre 2008 bei VEGA Space (heute Telespazio VEGA) beworben habe. Durch einen glücklichen Zufall habe ich dann auch noch einen Mitarbeiter der Telespazio VEGA an der Universität von Stuttgart getroffen, als er dort eine Reihe von Seminaren hielt. Glücklicherweise hatte er Zeit, ein Vorstellungsgespräch mit mir durchzuführen und den Kontakt zwischen mir und der VEGA Space in Darmstadt herzustellen. Mein erster Job war die Mitarbeit an Navigationsprojekten, nach bereits einem Jahr wechselte ich jedoch bereits zu einem Team, welches an Linux-portierten Betriebssimulatoren für die Rosetta-Mission arbeitete. Meinem Interesse für die Raumfahrt wurde ab da bei Telespazio VEGA Rechnung getragen und man ließ mich auch weiterhin an Betriebssimulatoren für ESA Missionen arbeiten. Es ergab sich sogar die aufregende Möglichkeit, die On-Board-Software und die Validierungseinrichtung für die MASCOT Lander Mission der DLR zu entwickeln.

Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?

Ein typischer Arbeitstag besteht für mich größtenteils aus Programmieren und aus dem Debuggen von Software. Zur Klärung von technischen Details interagiere ich oft mit den Ingenieuren und Spezialisten vor Ort beim Kunden (ESOC) oder an den Standorten unserer Projektpartner. Den größten Teil meiner Zeit arbeite ich nur an Linux-Maschinen, meinen Windows-Rechner benutze ich nur für Email und das Internet. Mir macht es Spaß, neue Tools kennenzulernen oder Skripte zu schreiben, die mir mein alltägliches Programmierer-Dasein erleichtern.

Was magst du an deinem Job? Was macht ihn für dich so einzigartig?

Was mir am besten gefällt, sind der direkte Kontakt zur ESA und die enge Zusammenarbeit mit dem Flugkontroll-Team ebenso, wie die Möglichkeit, eine Weltraummission von Anfang an bis hin zum großen Finale aus erster Hand miterleben zu können. Abgesehen davon, programmiere ich natürlich auch einfach gerne und lerne gerne neue Fähigkeiten in verschiedenen Programmierbereichen hinzu. Und das alles zusammen ist genau das, was Telespazio VEGA mir bietet.

Was waren bis jetzt deine Höhepunkte?

Meine Beteiligung an der MASCOT-Lander-Mission des DLR und an Lisa Pathfinder der ESA, welche ich von der Entwicklungsphase über den Launch bis hin zum Ende der Mission verfolgen konnte, sind die bisherigen Highlights meiner Zeit bei Telespazio VEGA. Der beste Moment dabei war sicherlich der Moment, als ich mich während des Starts im Hauptkontrollraum der ESOC befand und wusste, dass die Flugkontrollprozeduren, die da zum Raumfahrzeug hochgeschickt wurden, vorher auf dem Betriebssimulator ausprobiert und getestet worden waren, an dessen Entwicklung ich selbst mitgearbeitet hatte.

Was sind in deinen Augen die Stärken von Telespazio VEGA?

Auch, wenn sich viele Dinge bereits geändert haben, seit ich angefangen habe, hier zu arbeiten, bleibt eine und vielleicht die attraktivste Seite von Telespazio VEGA und das ist die Nähe zum Weltraumkontrollzentrum der ESA und der Zugang zu deren Forschungsmissionen.

Mit welchen 3 Worten würdest du Telespazio VEGA beschreiben?

Raumfahrt – Abwechslung – Internationalität

Was würdest du zukünftigen Bewerbern von Telespazio VEGA empfehlen? Welchen Rat hättest du für sie (z.B. für ihr Vorstellungsgespräch)?

Wir brauchen gute Softwareentwickler mit großem Interesse an der Luft- und Raumfahrt. Natürlich herrscht auch hier nicht immer eitel Sonnenschein. Aber genau deswegen musst Du eine gewisse Leidenschaft mitbringen, die dir auch über die nicht so perfekten „Regentage“ hilft.


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